Benetics AI: Salesforce zu HubSpot in 4 Wochen
"„Wir haben bei Salesforce unsere Handvoll Sales-Cloud-Lizenzen gehabt, die Core-CRM-Lizenz. Und die hat uns im Jahr gleich viel gekostet wie bei HubSpot Sales, Marketing, Service: die komplette Suite. Da sieht man so ein bisschen das Verhältnis.“"
Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Wie Benetics, eine KI-Bausoftware aus Zürich, mit 400 Kunden und rund 200 % Jahreswachstum im laufenden Betrieb migriert hat – geführt von einem ehemaligen Salesforce-Mitarbeiter.
Migrationszeitraum von Kick-off bis Adoption: 4 Wochen · Datenbasis: Interview mit Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics AI, 27. August 2026 · Branche: KI-Software für 400 Bauunternehmen in DACH
Benetics rüstet ausführende Bau- und Handwerksbetriebe mit einem KI-Stack aus: ein Sprachassistent auf der Baustelle, ein Agent im Büro beim Projektleiter. Head of Sales Antonio Thurnher kam von Salesforce und baute das Go-to-Market dort auf, wo er sich auskannte. Ein Jahr später war nicht die Funktionalität das Problem, sondern die Zeit, die jede Anpassung kostete.
„Wir haben bei Salesforce unsere Handvoll Sales-Cloud-Lizenzen gehabt, die Core-CRM-Lizenz. Und die hat uns im Jahr gleich viel gekostet wie bei HubSpot Sales, Marketing, Service: die komplette Suite. Da sieht man so ein bisschen das Verhältnis.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Das Ergebnis
- Migration und Implementierung von Sales, Marketing und Service in 4 Wochen, bei über 400 Bestandskunden
- Komplette HubSpot-Suite zum Jahresbudget der bisherigen Salesforce-Sales-Cloud-Lizenzen
- Mindestens 6 Stunden pro Woche Head-of-Sales-Kapazität zurück, rund 270 Stunden im Jahr
- Kein RevOps-Hire nötig, kein laufender Implementierungspartner
- Cross-Object-Reports statt Projektarbeit: drei Prompts über Claude und den HubSpot MCP
- Marketing, Sales und Service in einem System, statt Blindflug vor dem Erstgespräch und nach dem Closing
Die Ausgangslage: ein Salesforce-Mann baut Salesforce
Antonio hat Salesforce selbst verkauft, aus Dublin heraus an Schweizer Startups und den Mid-Market. Der erste Schritt bei Benetics war entsprechend naheliegend.
„Ich habe natürlich als Ex-Salesforce-Mitarbeiter direkt erstmal Step Number One Salesforce implementiert. Das war anfänglich super, weil ich mich in dem System super ausgekannt habe. Ich kannte alle Tricks und Tipps.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Mit dem Team wuchs der Aufwand. Benetics war budget-constrained und konnte sich keinen großen Implementierungspartner leisten, also blieb das Org-Setup am Head of Sales hängen.
„Umso mehr Leute wir im Sales gehabt haben, umso komplexer unsere Prozesse geworden sind, umso mehr Kunden wir gehabt haben, umso aufwendiger wurde das. Am Schluss des Tages hat das einfach an mir gehangen.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
„Am Schluss waren das sicher pro Woche minimum 6 Stunden. Nicht nur rein Admin-Arbeit, sondern auch darüber nachdenken, wie wir die Prozesse verbessern und vereinfachen können.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Sechs Stunden pro Woche sind rund 15 % der Arbeitszeit eines Revenue Leaders, der ein fünfköpfiges Team in einem 200-Prozent-Wachstumsjahr führt und selbst Deals schließt.
Der Bruchpunkt: Cycle Time
Benetics verkauft Geschwindigkeit. Der eigene Revenue-Stack lieferte sie nicht.
„Das war ein Grundthema in unserem Unternehmen: Wie können wir Cycle Time reduzieren? Wenn wir sagen, wir haben einen neuen Prozess im Bereich Referral oder Partnermanagement, dann müssen wir schnell etwas umsetzen können, und so ressourcenschlank wie möglich.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Der Vergleich wurde konkret, als HubSpot Marketing dazukam. Dazu kam der Preis. Auf Enterprise-Level zahlte Benetics für das Core-CRM so viel wie später für Sales, Marketing und Service zusammen.
„Als wir die Marketing Cloud von HubSpot implementiert haben, haben wir gesehen, wie handhabbar und wie einfach anpassbar die Lösung an die gegebenen Bedürfnisse ist. Und haben dann den Schritt gemacht zu sagen: Wie können wir auch unser Sales-Team auf HubSpot bringen?“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
„Wenn wir bei Salesforce die Marketing-Module dazugenommen hätten, wären die Kosten um ein Vielfaches höher gewesen. Und da hast du die Implementierung noch gar nicht mit dabei.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Vier Wochen, weil zuerst der Prozess dran war
Für die Marketing-Einführung hatte Benetics zuvor mit einem remote arbeitenden Partner gearbeitet. Fachlich gut, im falschen Takt.
„Da haben wir gemerkt: Die Feedback-Loops sind langsam. Was wir gebraucht haben, war jemand, der versteht, in was für einer Situation wir uns befinden, und der available ist und schnell in der Umsetzung.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Vor der Migration wurden die Prozesse nicht portiert, sondern reduziert.
„Kudos an den Erik eurerseits, der uns wirklich super gechallenged und die richtigen Fragen gestellt hat: Braucht es diesen Schritt überhaupt? Und du kommst dann drauf: Irgendwie ist der so gewachsen, eigentlich braucht es den gar nicht. Wie können wir das einfacher machen?“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
„Die Schwierigkeit ist nicht, einen Prozess nach Schema F in HubSpot zu implementieren. Die Schwierigkeit ist, einen Prozess anzuschauen und mit den Erfahrungen von anderen Kunden im SaaS-Bereich zu sagen: Das habe ich noch von einer anderen Firma mitgenommen, das könnte spannend sein.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
„Wir sind mit einer relativ tighten Timeline in die Gespräche reingekommen, aber ihr habt es möglich gemacht. Innerhalb von 4 Wochen: Migration plus Implementierung unserer gesamten HubSpot.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Adoption entscheidet, nicht das Logo
Ein Rep bei Benetics schließt bei rund 20 Tagen Deal Cycle mindestens 25 Deals pro Monat ab, mehr als einen pro Arbeitstag. Jede Reibung im System kostet direkt Abschlusskapazität.
„Was für Systeme wir verwenden, ob HubSpot, Salesforce oder sonst irgendwas, ist mir eigentlich wurscht. Es muss einfach schnell sein, es muss gut funktionieren für unsere Reps, und es muss die Kapazitäten haben, dass wir die Daten auf eine einfache Art und Weise rausholen können.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
„Wenn es niemand nutzt, kannst du die Übung sowieso direkt abbrechen. Du musst schauen, dass der Prozess nicht ins Zentrum des Fokus gerät, sondern dass der Fokus beim Kunden bleibt.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Der ungeplante Effekt: KI-Zugriff auf die Revenue-Daten
Ein Vorteil, der bei der Entscheidung nicht auf der Liste stand.
„Es war super spannend zu sehen, wie eine Kollegin mittlerweile mit Claude und dem HubSpot MCP Daten rausziehen kann. Was früher Stunden gedauert hätte, um Reports zusammenzubauen: Cross-Object-Conversions, das kannst du komplett vergessen. Mittlerweile ist das mit 3 einfachen Prompts gemacht und du hast ein Artefakt. Das war für uns vorab gar nicht so klar, aber im Nachhinein wirklich super.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Der Ausblick
Die Entscheidung war eine Phasen-Entscheidung, kein Urteil über Salesforce.
„Ich glaube, Salesforce ist ein super System. Ich habe das super gerne verkauft und würde es jedem empfehlen, der sich überlegt: Wie können wir ein skalierbares CRM aufbauen? Für uns in der Phase, in der wir uns befunden haben, war es einfach nicht das Richtige. Heißt auch nicht, dass wir in Zukunft nicht wieder zurückgehen.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
„Wir als Firma wissen: Es ist schwieriger, Software zu kaufen, als Software zu verkaufen. Ein ganz wichtiger Insight, den die meisten nicht ganz kapieren.“
— Antonio Thurnher, Head of Sales, Benetics
Übrigens, Benetics stellt aktiv ein. Gesucht werden Top Account Executives auf mehreren europäischen Territorien sowie jemand, der die BizDev-Funktion ausführend aufbaut: Inbound, Outbound, Pipeline-Generierung. Melde Dich also direkt bei Antonio Thurnher via LinkedIn oder [email protected].