Salesforce zu HubSpot mit Smart Transfer
Salesforce zu HubSpot mit Smart Transfer: So bereitest du Audit, Konfiguration und Sync vor, damit deine Historie in HubSpot nutzbar bleibt.
Was Smart Transfer ist (und was nicht)
Prüf vor dem Start, wo Smart Transfer aufhört, sonst bemerkst du die Grenzen erst mitten im Transfer. Smart Transfer ist eine einseitige Migration nach HubSpot, und sie folgt einem festen Ablauf: Audit → Konfiguration → Sync → optionaler Post-Sync-Transfer → Aufräumen.
Drei Dinge solltest du kennen, bevor du damit planst:
- Zugriff: Starten können Smart Transfer nur Super Admins.
- Custom-Field-Mappings: Wer eigene Feld-Mappings übertragen will, braucht ein Data-Hub-Abonnement.
- Custom Objects: Salesforce Custom Objects überträgt Smart Transfer nicht.
Baut deine Salesforce-Org stark auf Custom Objects auf, brauchst du wahrscheinlich einen zusätzlichen Ansatz. Für die Standard-CRM-Objekte und die zentrale Aktivitätshistorie ist Smart Transfer dagegen meist der sauberste und schnellste Weg.
Das Mapping von Salesforce zu HubSpot, das du kennen musst
Präg dir das Mapping vor dem Start ein, sonst suchst du deine Daten nach dem Umzug an der falschen Stelle. Smart Transfer arbeitet mit einem festen Schema, und für Salesforce-Migrationen zählt vor allem das hier:
- Accounts → Companies
- Contacts → Contacts
- Leads → Contacts (hier lohnt ein zweiter Blick)
- Opportunities → Deals
- E-Mail-Nachrichten → E-Mail-Aktivitäten
- Events → Meetings
- Tasks → Tasks
- Notes → Notes
- Cases → Tickets
Welche Verknüpfungen erhalten bleiben (sofern die Quelldaten sie hergeben):
- Contacts werden über das Salesforce-Feld „Account Name“ mit Companies verknüpft.
- Deals hängen ebenfalls über „Account Name“ an ihren Companies.
- Die Verknüpfung zwischen Contacts und Deals kann aus den „Opportunity Contact Roles“ kommen.
- Tickets werden über Case-Felder mit Companies und Contacts verknüpft.
Leads werden keine „HubSpot Leads“
Hier stolpern viele Teams. Salesforce-Leads kommen in HubSpot als Contacts an, nicht als eigenes Lead-Objekt. Ob ein Datensatz als Lead oder als Contact gilt, entscheidet in HubSpot deshalb keine Objektgrenze mehr. Es wird zu einer Frage der Klassifizierung, die du über Lifecycle Stage, Lead-Status und eine Quellmarkierung beantwortest.
Checkliste vor dem Start (bevor du auf „Transfer“ klickst)
Klär diese fünf Punkte vor dem Start, sonst zahlst du mit tagelanger Nacharbeit. Jeder davon wird teurer, je später du ihn bemerkst.
1) Migrationsumfang festlegen
Fang mit dem an, was deine Teams ab Tag 1 brauchen:
- Companies, Contacts, Deals
- Notes, Meetings, Tasks, E-Mail-Aktivitäten
- Tickets nur, wenn Cases in deinem Customer-Success-Prozess eine Rolle spielen
Widersteh der Versuchung, alles zu migrieren, nur weil es technisch geht. Genau so entstehen aufgeblähte Portale.
2) Festlegen, wie der Lead-Kontext erhalten bleibt
Weil Salesforce-Leads in HubSpot zu Contacts werden, brauchst du eine einfache Regel. Sonst geht verloren, was ein Lead in deinem Unternehmen bisher bedeutet hat:
- Setz eine klare Herkunftsmarkierung, zum Beispiel Marketing-Lead, Produkt-Trial oder Outbound.
- Mach Lifecycle Stages und Lead-Status zur gemeinsamen Sprache im Team.
3) Nutzer und Owner vorbereiten
Unklare Zuständigkeiten nach der Migration ruinieren die Akzeptanz im Team, bevor sie überhaupt entstehen kann. Damit Vertriebsmitarbeitende und Teams richtig zugeordnet werden, legst du die HubSpot-Nutzer an und stimmst die Teamstruktur ab, bevor grosse Datenmengen synchronisiert werden. Probleme mit Nutzern und Teams gehören zu den häufigsten Fehlerquellen bei Smart Transfer.
4) Mehrere Währungen vorher aktivieren
Arbeitest du mit mehreren Währungen, aktiviere Multi-Currency in HubSpot, bevor du den Transfer konfigurierst. Sonst kann die Konfiguration an Fehlern beim Währungsimport scheitern.
5) Wissen, was nicht mitkommt
Einige Salesforce-Feldtypen unterstützt Smart Transfer nicht, etwa verschlüsselte, berechnete oder referenzbasierte Felder. Stecken darin kritische Informationen, plan für sie eine eigene Archivierung oder einen separaten Export.
Sind die fünf Punkte geklärt, beginnt der eigentliche Transfer. Die Grafik zeigt den Ablauf im Überblick, die folgenden Schritte führen dich durch HubSpot.
Schritt 1: Smart Transfer öffnen
Geh in HubSpot zu Datenverwaltung → Datenintegration → Daten übertragen, wähl Salesforce aus und starte den Transfer. Smart Transfer zeigt dir dann eine Checklisten-Ansicht „User Guide“ und einen eigenen Tab „Smart Transfer“, über den du die einzelnen Schritte abarbeitest.
Schritt 2: Audit durchführen (nicht überspringen)
Klick auf Meine Daten prüfen.
Das Audit ist das Röntgenbild deiner Migration. Es zeigt dir:
- wie Salesforce-Objekte auf HubSpot-Objekte gemappt werden
- wie viele Datensätze pro Objekt anfallen
- welche Pipelines, Stages und Felder es gibt und ob die Felder unterstützt werden
- weitere Konfigurationspunkte wie Nutzer, Währungen und Datumsformate
Worauf ich im Audit besonders achte:
- Überraschungen beim Datenvolumen, etwa deutlich mehr Leads als erwartet
- Felder, die nicht sauber übertragen werden, weil du für sie einen Workaround brauchst
- die Komplexität der Pipelines: Willst du wirklich 7 Pipelines 1:1 nach HubSpot spiegeln?
Später kannst du ein zweites Audit laufen lassen und die Änderungen vergleichen. Das hilft, solange in Salesforce während der Vorbereitung noch gearbeitet wird.
Schritt 3: Transfer konfigurieren (hier entscheidet sich Erfolg oder Misserfolg)
Klick auf Meine Daten übertragen / Daten konfigurieren.
In diesem Schritt entsteht in deinem Portal das Grundgerüst für die Migration. Du legst fest, was davon in HubSpot angelegt wird:
- Properties
- Pipelines und Stages
- Währungen
- Nutzer
Eine Sache solltest du dabei kennen. Smart Transfer kann während der Konfiguration automatisch Workflows anlegen, die die Unterschiede zwischen den beiden Datenmodellen ausgleichen. Diese Workflows werden nach der Konfiguration aktiviert. Für Salesforce kann das zum Beispiel ein Backfill-Workflow für das Deal-Erstellungsdatum sein. Er gleicht die Erstelldaten in HubSpot mit dem Salesforce-Feld „Created Date“ ab.
Beim ersten Durchlauf nicht automatisch synchronisieren
Während der Konfiguration bietet dir HubSpot einen Schalter „Automatisch synchronisieren“ an, und standardmässig ist er empfohlen. Brauchst du aber Filter oder willst du die Mappings prüfen, bevor Datensätze gezogen werden, schalte ihn aus. So landen keine Daten in HubSpot, die du dort gar nicht haben willst.
Danach gehst du so vor:
- Wähl die Objekte und Datentypen aus.
- Wähl gezielt die Properties aus, die du übertragen willst.
- Prüf, was angelegt wird.
- Starte den Konfigurations-Transfer.
- Lade bei Bedarf das Fehlerprotokoll herunter.
Schritt 4: Datensätze synchronisieren
Ist die Konfiguration fertig, klickst du auf Meine Daten synchronisieren.
Jetzt startet der eigentliche Sync der Datensätze. Je nach Volumen dauert das Stunden, und HubSpot gibt dir Bescheid, sobald er abgeschlossen ist.
Tipp für den Rollout: Behandle den ersten Sync wie einen Piloten. Prüf die wichtigsten Datensätze, bevor du den Umfang erweiterst.
Schritt 5: Post-Sync-Transfer (einmalige Extras)
Einige Salesforce-Datentypen lassen sich nur per einmaligem Post-Sync-Transfer übertragen, nicht als laufender Sync.
Für Salesforce unterstützt Smart Transfer:
- Anhänge
- Kampagnenlisten (auf Basis der Campaign Membership)
Der Haken daran: Post-Sync-Transfers bleiben nicht aktuell. Du bekommst einen einmaligen Abzug, der danach nicht mehr nachgeführt wird.
Schritt 6: Aufräumen („Migrationsartefakte“ entfernen)
Zu Smart Transfer gehört eine eigene Aufräum-Stufe. Diese Stufe markiert leere Properties zur Löschung und räumt auf. Dabei werden die Workflows entfernt, die nur für den Transfer gebraucht wurden, und leere Properties archiviert, die du langfristig nicht brauchst.
Klingt verzichtbar? Genau diesen Schritt überspringen die meisten Teams. Hinterher beschweren sie sich, das Portal fühle sich „aufgebläht“ an.
Die Sync-Fehler, die wirklich auftreten (und wie du sie schnell behebst)
Sync-Fehler sind normal und noch kein Zeichen dafür, dass deine Migration schiefläuft. Leg dir eine wiederholbare Routine zurecht, mit der du Fehler sortierst und der Reihe nach abarbeitest. Davon hängt ab, ob die Migration sauber oder schmerzhaft wird.
Fehler beim Property-Mapping
Kann Smart Transfer keine benutzerdefinierten Mappings anlegen, setz die Konfiguration zurück und versuch es erneut. Meldet HubSpot, eine Property sei „bereits in den Standard-Mappings vorhanden“, kannst du das in der Regel ignorieren. HubSpot nutzt dann die Property aus dem Standard-Mapping.
Fehler bei Anhängen
Scheitert ein Anhang, weil der zugehörige Datensatz noch fehlt, synchronisierst du zuerst diesen Datensatz. Danach wiederholst du den Post-Sync-Schritt.
Währungsfehler
Ohne aktives Multi-Currency funktioniert die Konfiguration nicht. Aktiviere Multi-Currency und füg die benötigten Währungen hinzu. Dann setzt du die Konfiguration zurück und führst sie erneut aus.
Fehler bei Nutzern und Teams
Einen Nutzer, der nicht nach HubSpot migriert wurde, kann HubSpot keinem Team zuordnen. Korrigier deshalb zuerst die Nutzer. Danach setzt du die Konfiguration für Nutzer und Teams zurück und führst sie erneut aus.
Fehler bei der Workflow-Erstellung
Scheitert die Workflow-Erstellung, weil erforderliche Properties oder Optionen fehlen, ergänzt du sie und führst die Konfiguration erneut aus. Meist geht das am schnellsten per Zurücksetzen und Wiederholen.
Dein „Rückgängig“-Knopf: Transfer zurücksetzen (gezielt einsetzen)
Ein Fehler in der Konfiguration ist ärgerlich, aber nicht endgültig. Hast du den Umfang falsch eingeschätzt oder ungewollt Properties, Pipelines, Nutzer oder Workflows angelegt, kannst du den Transfer zurücksetzen. Das Zurücksetzen kann geänderte Einstellungen entfernen und die Datensätze löschen, die durch die Konfigurations-Übertragung entstanden sind. Die zugehörigen Post-Sync-Datensätze gehören dazu.
Zwei Grenzen solltest du kennen:
- Das Zurücksetzen macht nur Änderungen rückgängig, die Smart Transfer selbst vorgenommen hat.
- Datensätze, die über eine reguläre Sync-Verbindung ausserhalb von Smart Transfer synchronisiert wurden, löscht es nicht.
Genau deshalb empfehle ich, den ersten Durchlauf als kontrollierten Piloten zu fahren.
Validierung nach der Migration (die Checkliste gegen „CRM-Theater“)
Eine Migration, bei der nur die Zeilenanzahl stimmt, ist noch nicht fertig. Bevor du sie für abgeschlossen erklärst, prüf, ob dein Team mit den Daten auch arbeiten kann. Frag also nicht „Sind alle Zeilen drüben?“, sondern „Kann mein Team mit diesem Account arbeiten?“
1) Verknüpfungen
Prüf stichprobenartig, ob alles richtig zusammenhängt:
- Contacts sind korrekt mit Companies verknüpft.
- Deals hängen an ihren Companies.
- Contact Roles sind dort mit Deals verbunden, wo du es erwartest.
- Tickets sind richtig verknüpft, falls du Cases migriert hast.
2) Aktivitätshistorie
Nimm dir 10 wichtige Accounts vor und prüf, ob das Relevante sichtbar ist:
- Notes
- Meetings
- Tasks
- E-Mail-Aktivitäten
3) Nutzbarkeit der Pipeline
Smart Transfer kann die Struktur deiner Pipelines spiegeln. Ein Pipeline-Design, mit dem dein Team in HubSpot gut arbeiten kann, musst du trotzdem selbst bauen. Perfektionier es aber nicht mitten in der Migration. Erst migrieren, dann konsolidieren.
4) Feld-Plausibilität
Achte auf drei Dinge:
- Felder, die wegen nicht unterstützter Typen nicht übertragen wurden
- versehentliche Duplikate nach dem Muster „gleiches Label, andere Bedeutung“
- Pflichtfelder, die in HubSpot fehlen, obwohl deine Prozesse auf sie angewiesen sind
5) Leitplanken für die Nutzung
Leg klar fest:
- wer Properties anlegen darf
- wer Pipelines anlegen darf
- wer die Stage-Logik bearbeiten darf
Sonst driftet das Portal gleich nach dem Go-live wieder auseinander.
Was sich bewährt hat (die Version ohne Beschönigung)
Wenn du aus diesem Leitfaden nur einen Abschnitt mitnimmst, dann diesen.
- Erst pilotieren: Prüf alles in einem kontrollierten Durchlauf, bevor du den automatischen Sync überall aktivierst.
- Umfang eng halten: Migrier, was genutzt wird, und nicht alles, was existiert.
- Lead-Handling planen: Weil Salesforce-Leads zu HubSpot-Contacts werden, musst du die Bedeutung eines Leads über Prozesse erhalten, nicht über Objekte.
- Post-Sync gezielt einsetzen: Anhänge und Kampagnenlisten sind einmalige Abzüge, eher ein Archiv-Import als ein laufender Sync.
- Danach aufräumen: Entfern leere Properties und Migrationsartefakte, damit HubSpot schnell und übersichtlich bleibt.
- Den Rückgängig-Knopf bereithalten: Gerade in einem produktiven Portal ist er deine Absicherung.
Für dich heisst das: Klär zuerst die fünf Punkte der Checkliste und fahr den ersten Durchlauf als Piloten. Aufgeräumt wird danach, und erst dann ist die Migration abgeschlossen.
SalesPlaybook ist HubSpot Diamond Solutions Partner mit 39+ 5-Sterne-Bewertungen im HubSpot Solutions Directory und führt Salesforce-zu-HubSpot-Migrationen für B2B-Software-Unternehmen in DACH durch. Was dabei am Ende zählt, steht in der Case Study Workist: „Wir sparen ungefähr 200’000 Euro pro Jahr, jedes Jahr, nicht nur durch weniger, bessere Technologie, sondern auch durch wegfallende Komplexität und Personalkosten.“ Die Umstellung lief in weniger als 3 Monaten.
Häufig gestellte Fragen
Werden Salesforce-Leads mit Smart Transfer zu HubSpot-Leads?
Kann Smart Transfer Salesforce Custom Objects migrieren?
Kann ich Anhänge und Kampagnen übertragen?
Kundenergebnisse
Sieh dir an, wie andere Umsatzteams diese Herausforderung gelöst haben.
Entdecke dokumentierte Ergebnisse aus vergleichbaren Pipeline-, CRM- und Vertriebsprojekten.
Passende Kundenstories ansehen