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Von Marketo zu HubSpot migrieren, ohne die alte Komplexität mitzunehmen

Die meisten Marketo-zu-HubSpot-Migrationen scheitern nicht beim Datenexport, sondern an der Frage danach: Was von der über Jahre gewachsenen Marketo-Komplexität automatisch mit umzieht. Wer stattdessen zuerst festlegt, was das Unternehmen künftig wirklich braucht, baut kein Abbild des alten Systems – sondern ein schlankeres.

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Warum ist eine 1:1-Migration von Marketo zu HubSpot meist der falsche Ansatz?

Eine 1:1-Migration kopiert nicht nur Kontakte, sondern auch jahrelang gewachsene Marketo-Programme, Smart Campaigns und Sonderlogiken – inklusive der Prozesse, die längst keinen Geschäftswert mehr erzeugen. Die Qualität einer Migration zeigt sich nicht daran, wie viel übertragen wurde, sondern daran, wie gut das neue System danach tatsächlich funktioniert.

Marketo ist deshalb kein schwaches Tool – im Gegenteil, seine Tiefe in Programmen und Scoring-Logik ist genau der Grund, warum Instanzen über Jahre so komplex werden. Neue Smart Campaigns für jede Kampagne, neue Listen für jede Ausnahme, neue Felder für jeden Sonderfall. HubSpot und Marketo unterscheiden sich zudem im Betriebsmodell – wer Marketo-Logik unverändert nachbaut, überträgt Workarounds, die dort nötig waren, aber in HubSpot unnötig sind. Das kostet später am meisten.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht "Wie übertragen wir alles?", sondern "Was brauchen wir künftig wirklich?" – und das Zielbild aus dem nächsten Abschnitt kommt vor dem Feld-Mapping, nicht danach. Typische Kandidaten, die eine 1:1-Kopie unreflektiert mitnimmt:

  • Smart Campaigns, die auf ein längst abgeschaltetes Produkt oder eine alte Preisstruktur reagieren
  • Listen, die vor Jahren für eine einmalige Kampagne angelegt wurden und seither niemand mehr pflegt
  • Scoring-Regeln, die auf Verhalten reagieren, das es in der heutigen Website- oder Produktstruktur nicht mehr gibt
  • Felder, die einmal für ein Sales-Team befüllt wurden, das es organisatorisch nicht mehr gibt

Ein Beispiel aus der Praxis vieler B2B-SaaS-Instanzen: Ein Smart-Campaign-Netz, das ursprünglich für eine einzelne Produktlinie gebaut wurde, wächst über Jahre auf mehrere Produktlinien, Regionen und Sprachen mit – jede neue Kombination bekommt eine eigene Kopie statt einer parametrisierten Lösung. Ein 1:1-Nachbau würde diese Kopien vervielfachen, statt sie auf ein einziges, parametrisiertes Workflow-Set zu reduzieren.

Wie sieht das Zielbild vor der Migration aus – welches System besitzt was?

Vor dem Mapping steht die Architektur: HubSpot übernimmt die Marketing-Execution, Salesforce bleibt das führende Sales- und Vertriebssystem, und Tools wie Recherche-Werkzeuge liefern Enrichment- und Intent-Signale. Erst wenn klar ist, welches System welches Feld besitzt, lässt sich sinnvoll entscheiden, was aus Marketo überhaupt migriert werden muss.

Ein mögliches Zielbild: HubSpot als Marketing Execution Layer, Salesforce als Sales- und Vertriebssystem, Recherche-Werkzeuge für ABM, Intent und Enrichment, Webinar- und Video-Plattformen als integrierte Engagement-Quellen, Werbekanäle mit sauberer Attribution. Entscheidend ist dabei nicht das Tool-Portfolio, sondern die Klarheit über die Datenhoheit je System. Diese Zielarchitektur ist der Kern jeder HubSpot-Implementierung, nicht nur einer Migration.

Datenhoheit je System vor der Migration
Architekturfrage Typische Antwort im Zielbild
Wer besitzt Lifecycle Stage? HubSpot, mit definierter Sync-Richtung nach Salesforce
Wo wird Lead Status gepflegt? Salesforce, sobald Sales den Lead übernommen hat
Wo findet die Lead-Zuweisung statt? HubSpot-Workflow löst aus, Salesforce führt die Zuweisung aus
Welche Engagement-Signale gehen an Salesforce? nur die, die eine Handlung auslösen sollen – nicht jede Aktivität

Recherche-Werkzeuge übernimmt in diesem Zielbild die Anreicherung und Intent-Erkennung, die in Marketo oft über Zusatzfelder und manuelle Listen-Pflege nachgebaut wurde. Webinar- und Video-Plattformen liefern Engagement-Signale direkt in dieselbe Lifecycle-Logik, statt als isolierte Excel-Auswertung danebenzustehen. Und Werbekanäle bekommen erst dann saubere Attribution, wenn Channel, Campaign und Conversion Type als feste Felder existieren – dazu mehr im Abschnitt zur Attribution.

Was gehört in ein Marketo-Audit, und wie entscheidet man: migrieren, neu bauen, archivieren oder löschen?

Ein Marketo-Audit deckt vier Bereiche ab: Assets, Datenmodell, Integrationen und historische Aktivitäten. Für jede gefundene Information gilt danach eine von vier Entscheidungen: migrieren, weil sie operativ oder rechtlich gebraucht wird; neu bauen, weil der Prozess wichtig, die Logik aber veraltet ist; archivieren; oder ersatzlos löschen.

Terminologie in diesem Abschnitt folgt dem offiziellen Marketo Engage Glossary von Adobe, damit Audit-Ergebnisse später eindeutig zuordenbar bleiben.

  • Marketo-Assets: Programs (Event, Engagement, Email oder Default Program), Smart Campaigns mit ihrer Smart List (Zielgruppe), ihrem Flow (Aktionen) und ihrem Schedule, Formulare, Landingpages, E-Mail-Templates, statische und smarte Listen, Scoring- und Operational Campaigns
  • Datenmodell: Kontakt- und Unternehmensfelder, Salesforce-Felder, Lifecycle-Felder, Source-Felder, Consent-Daten, Segmentierungs- und Scoring-Felder
  • Integrationen: Salesforce, Website/CMS, Webinar- und Video-Plattformen, Advertising, Enrichment- und Intent-Tools, Reporting, Zapier oder Custom-Integrationen
  • Historische Aktivitäten: Demo- und Trial-Requests, Webinar-Teilnahmen, Content-Downloads, Video-Engagement, Program Memberships, Interesting Moments, Lead- und Behavior-Score

Diese Struktur folgt im Kern auch HubSpots eigener Data-Migration-Checklist. Für jeden gefundenen Punkt gilt dieselbe Vier-Felder-Logik:

Entscheidungsmodell für jede Marketo-Information
Entscheidung Wann Beispiel
Migrate operativ oder rechtlich weiterhin nötig Kontakte, Consent-Status, aktuelle Lifecycle Stage, offene Handover-Prozesse
Rebuild Prozess bleibt wichtig, Logik wird neu strukturiert Lead Scoring, Nurturing, Lead automatische Zuteilung von Anfragen, Attribution, Reporting
Archive Compliance oder Analyse, kein Tagesbetrieb alte Program Memberships, historische Kampagnenlogik, abgeschaltete Automationen
Retire kein zukünftiger Wert doppelte Workflows, obsolete Felder, undokumentierte Sonderlogiken

Diese vier Spalten sind die eigentliche Projektarbeit. Nicht umgekehrt.

Welche historischen Engagement-Daten sind wirklich migrationswürdig?

Nicht jede Marketo-Aktivität verbessert das Marketing in HubSpot – die vollständige Activity-Historie ist oft nur technischer Ballast. Migrationswürdig ist historischer Kontext mit Handlungswert: die letzte relevante Conversion, eine Demo- oder Trial-Anfrage, Webinar-Teilnahme oder der zuletzt erreichte Score. Alles andere gehört ins Archiv.

Der Unterschied zwischen historischem Kontext und vollständiger Aktivitätshistorie entscheidet, wie schwer das neue System wird:

  • Historischer Kontext (migrieren): letzte relevante Conversion, Demo Request, Webinar Attendance, Trial Request, Produktinteresse, Engagement-Level, ehemalige Program Membership, zuletzt erreichter Score
  • Vollständige Aktivitätshistorie (meist archivieren): jeder alte E-Mail-Open, jede historische Pageview, komplette Marketo Activity Logs, alte Kampagnenreaktionen ohne aktuelle Relevanz

Die Priorisierung läuft über den künftigen Nutzen, nicht über die Vollständigkeit: Ein Vertriebsteam braucht den letzten Demo Request sofort sichtbar, nicht das siebte E-Mail-Open aus dem Jahr davor. Mehr braucht es nicht.

Technisch spricht noch ein zweiter Grund für die Priorisierung: Jede migrierte Aktivität landet als Timeline-Eintrag oder Custom-Property in HubSpot und zählt gegen Limits, Ladezeiten und die Übersichtlichkeit der Kontaktkarte. Ein Contact-Record mit zehn Jahren lückenloser Marketo-Historie ist für Sales am Ende schwerer zu lesen als einer mit den fünf Momenten, die tatsächlich eine Kaufentscheidung erklären.

Wie baut man Lead Scoring in HubSpot neu, statt es zu kopieren?

Ein tragfähiges Scoring-Modell trennt mindestens drei Dimensionen: Engagement Score für Verhalten, Fit Score für die Eignung des Kontakts und Account Score für das Unternehmen als Ganzes. Ein hoher Engagement Score ohne Fit ist kein guter Lead – ein perfekter Fit ohne Aktivität ist noch kein kaufbereiter Lead.

Nicht andersrum. Die drei Dimensionen im Detail:

  • Engagement Score: E-Mail-Klick, Webinar-Teilnahme, Content-Download, Demo Request, Trial Request, High-Intent-Seiten, Video-Engagement
  • Fit Score: Unternehmensgrösse, Industrie, Jobtitel, Rolle, Region, Umsatz, ICP-Fit
  • Account Score: Intent-Signale, mehrere engagierte Kontakte im selben Unternehmen, Account Engagement, Recherche-Werkzeuge-Daten, Zielkundenstatus

Ein Combined Score verbindet Fit und Engagement zu einer Priorität. Dazu kommen Regeln, die in den meisten Marketo-Instanzen fehlen oder verstreut liegen: Score Decay, Recycling, Suppression, Disqualification und ein definierter MQL-Threshold – der Punktwert, ab dem ein Kontakt zum Marketing Qualified Lead wird: ein Kontakt, der laut Scoring-Modell und Verhalten reif für die Ansprache durch Sales ist, aber noch nicht bestätigt qualifiziert wurde. Ebenso wichtig sind klare SAL- und SQL-Definitionen – ein Sales Qualified Lead ist ein MQL, den Sales nach eigener Prüfung als werthaltig genug für eine aktive Verkaufschance einstuft. Unser Vergleich zwischen Marketo und HubSpot Marketing Hub geht auf die strukturellen Unterschiede der beiden Scoring-Ansätze näher ein. Am Ende zahlt sich saubere Scoring-Logik nur aus, wenn sie in Aufbau neuer Verkaufschancen mündet – ein hoher Score ohne Handover-Prozess bleibt eine Zahl ohne Konsequenz.

Der Grund, warum ein einzelner Marketo-Score in HubSpot selten überzeugt: Er vermischt Verhalten und Eignung zu einer Zahl und macht damit unsichtbar, warum ein Kontakt hoch bewertet ist. Getrennte Scores lassen sich dagegen einzeln erklären, einzeln kalibrieren und einzeln an Sales kommunizieren – "hoher Fit, aber noch kein Engagement" ist eine andere Handlungsanweisung als "hohes Engagement, aber falscher Fit".

Wie wird Attribution von der Datenerfassung an richtig aufgesetzt?

Attribution beginnt nicht im Reporting, sondern beim ersten Formularfeld: Channel, Channel Detail, Lead Capture, Conversion Type und Topic Interest müssen von Anfang an konsistent erfasst werden. Wer diese Governance erst nach dem Go-Live nachrüstet, wertet Daten aus, die nie vergleichbar erhoben wurden.

Die empfohlene Attributionslogik folgt einer festen Kette:

  1. Channel
  2. Channel Detail
  3. Lead Capture
  4. Conversion Type
  5. Topic Interest
  6. Campaign
  7. Lifecycle Progression
  8. Revenue Outcome

Relevante Felder dafür: Original Source, Latest Source, Source Detail, UTM Source/Medium/Campaign, Campaign Type, Conversion Type, Topic Interest, First und Latest Conversion. Governance-Themen, die vor dem ersten Formular geklärt sein sollten: UTM-Naming, Campaign-Naming, Formularstrategie, Hidden Fields, Offline- und Partner-Sources, Webinar-Attribution, LinkedIn Lead Gen Forms und das Salesforce-Campaign-Mapping.

Ein häufiger Fehler an dieser Stelle: Original Source und Latest Source werden in Marketo oft synonym verwendet, weil ein Kontakt selten zweimal konvertiert. Sobald HubSpot mehrere Touchpoints über Monate sammelt, driften beide Felder auseinander – und nur wer sie von Anfang an getrennt erfasst, kann später First-Touch- und Multi-Touch-Fragen überhaupt noch beantworten, statt sie nachträglich aus Rohdaten zu rekonstruieren.

Wie begrenzt man die Salesforce-Integration bewusst – und welche anderen Integrationen prüft man vorab?

HubSpot muss nicht das gesamte Salesforce-Datenmodell spiegeln. Synchronisiert werden sollten nur Felder, die für Marketing, Handover und Reporting wirklich relevant sind – Lifecycle Stage, Lead Status, Owner, MQL-/SAL-/SQL-Datum, Source, Campaign, Score und Product Interest. Alles andere bleibt, wo es hingehört.

Zusätzlich vorab klären: das führende System je Feld, die Sync-Richtung, Konfliktregeln, die Dublettenlogik, gezielte Sync-Ausschlüsse und das Marketing Contact Management. Diese Fragen betreffen auch bekannte Fallen in der HubSpot-Salesforce-Synchronisation, die unabhängig von Marketo auftreten.

Dieselbe Sorgfalt gilt für jede weitere Integration – LinkedIn, Google Ads, Webinar- und Video-Plattformen, Recherche-Werkzeuge, Attribution-Tools, Interactive-Demo-Plattformen, Zapier, das Data Warehouse. Für jede lohnt sich vor dem Build dieselbe Frage: Gibt es eine native Integration, welche Objekte und Aktivitäten werden synchronisiert, ist sie bidirektional, und landet der Custom-Development-Bedarf am Ende bei Marketing oder bei IT?

Beispielhafte Feldbesitz-Matrix zwischen HubSpot und Salesforce
Feld Führendes System Sync-Richtung
Lifecycle Stage HubSpot HubSpot → Salesforce
Lead Status Salesforce Salesforce → HubSpot
Score HubSpot HubSpot → Salesforce
Owner Salesforce Salesforce → HubSpot

Diese Matrix ist ein Ausgangspunkt, keine Blaupause – die konkrete Zuordnung hängt vom Vertriebsprozess ab. Entscheidend ist nur, dass sie vor dem ersten Sync-Job auf einer Seite steht, nicht in vier verschiedenen Slack-Threads.

Wie sieht eine realistische Projektstruktur für die Migration aus?

Eine Marketo-zu-HubSpot-Migration läuft über sechs Phasen: Bedarfsanalyse und Audit, Architecture Blueprint, Migration, Implementation, QA und Go-Live, Hypercare und Vertriebsschulung. Bedarfsanalyse und Architektur dürfen nicht künstlich verkürzt werden – Fehler in diesen beiden Phasen kosten später ein Vielfaches an Korrekturaufwand.

Sechs Phasen einer Marketo-zu-HubSpot-Migration
Phase Inhalt
1 · Bedarfsanalyse & Audit Marketo-Analyse, Daten- und Asset-Inventar, Prozessaufnahme, Integrationsanalyse, Stakeholder-Interviews
2 · Architecture Blueprint Zielarchitektur, Datenmodell, Lifecycle, Scoring, Attribution, Salesforce-Sync, Naming Conventions, Migrationsentscheidungen
3 · Migration Mapping, Datenbereinigung, Testimporte, Pilotmigration, historische Daten, Consent-Daten
4 · Implementation Formulare, Workflows, Scoring, Nurturing, Reporting, Integrationen, Sales-Handover
5 · QA & Go-Live Datenvalidierung, Workflow-, Salesforce- und Permission-Tests, Reporting-Tests, Cutover
6 · Hypercare & Vertriebsschulung Training, Support, Fehlerbehebung, Prozessoptimierung, Power-User-Sessions, Dokumentation

Wie viele Wochen jede Phase braucht, hängt von der Grösse der bestehenden Marketo-Instanz und der Anzahl der Integrationen ab. Eine seriöse Aussage dazu gibt es erst nach dem Audit, nicht vorher – alles andere ist Marketing, kein Projektplan.

Der Grund, warum Bedarfsanalyse und Architecture Blueprint nicht verkürzt werden dürfen: Jede Entscheidung aus Abschnitt 3 (migrieren, neu bauen, archivieren, löschen) hängt von genau diesen beiden Phasen ab. Wird das Audit oberflächlich gemacht, trifft das Projekt die Migrate-Rebuild-Archive-Retire-Entscheidung faktisch in der Implementierungsphase – dann aber unter Zeitdruck und pro Einzelfall, statt einmal strukturiert und für die gesamte Instanz.

Marketing Hub Professional oder Enterprise – wovon hängt die Wahl ab?

Es gibt keine pauschale Empfehlung: Die passende Edition ergibt sich aus dem tatsächlichen Bedarf, nicht aus der Grösse der alten Marketo-Instanz. Wer viele Marketing Contacts, Custom Objects, Sandboxes oder mehrere Business Units braucht, landet bei Enterprise – wer das nicht braucht, zahlt dafür ohne Gegenwert.

Laut HubSpots eigener Produktseite zu Marketing Hub Enterprise unterscheiden sich die Editionen vor allem in vier Punkten: der Anzahl enthaltener Marketing Contacts (Enterprise startet deutlich höher, beide Editionen mit Aufpreisstufen für weitere Contacts), der Verfügbarkeit von Custom Objects (nur Enterprise), Sandboxes als isolierter Testumgebung (nur Enterprise) und Business Units zur Team- und Regionentrennung (nur Enterprise). Wer keines dieser vier Kriterien erfüllt, braucht in aller Regel kein Enterprise – unabhängig davon, wie komplex die alte Marketo-Instanz war.

Zu prüfen bleiben zusätzlich: Anzahl der Marketing Contacts, Teams und Berechtigungen, Scoring- und Reporting-Anforderungen, Governance, Anzahl der Marken und Domains, Transactional Emails und eine Dedicated IP. Diese Liste – nicht die alte Marketo-Rechnung – bestimmt die Edition. Wir ordnen das im Rahmen unseres HubSpot-Angebots ein, statt eine Edition auf Verdacht zu empfehlen.

Was sind die häufigsten Fehler bei einer Marketo-zu-HubSpot-Migration?

Der teuerste Fehler ist, Marketo ungeprüft nachzubauen, statt jede Information einzeln zu bewerten. Direkt danach folgen zu viele importierte historische Aktivitäten, kopierte statt neu modellierte Scoring-Regeln und eine Salesforce-Synchronisation, die erst nach dem Go-Live definiert wird.

  • Marketo ungeprüft nachbauen, statt jede Information einzeln zu bewerten
  • zu viele historische Aktivitäten importieren, statt nach künftigem Nutzen zu priorisieren
  • Scoring-Regeln kopieren, statt Engagement, Fit und Account Score zu trennen
  • die Salesforce-Synchronisation erst nach dem Go-Live definieren
  • Consent-Daten unterschätzen
  • Integrationen erst zum Schluss analysieren
  • Marketing Contacts nicht vorab planen
  • Reporting erst nach dem Go-Live aufbauen
  • keine klare Datenhoheit je System definieren
  • zu wenig Zeit für QA einplanen
  • Nutzertraining als optional behandeln

Die meisten dieser Fehler haben eine gemeinsame Ursache: Sie verschieben eine strategische Entscheidung in eine spätere, technischere Phase, in der sie nur noch reaktiv getroffen werden kann. Wer das Migrate-Rebuild-Archive-Retire-Modell aus Abschnitt 3 konsequent vor dem Build durchgeht, vermeidet die meisten dieser Punkte automatisch – nicht, weil sie dann verboten wären, sondern weil sie dann gar nicht erst unbemerkt mitreisen.

Eine Marketo-zu-HubSpot-Migration ist dann erfolgreich, wenn das neue System einfacher, transparenter und operativ besser nutzbar ist als das alte – nicht wenn möglichst viel aus Marketo überlebt hat. Migrate what matters. Rebuild what creates value. Archive what creates noise. Wer diese drei Sätze vor dem ersten Mapping beantwortet statt danach, spart sich die zweite Migration in drei Jahren. Buch dir dazu ein kostenloses Erstgespräch – wir ordnen Audit, Zielarchitektur und Projektstruktur für deine Marketo-Instanz ein.

Autor:innen Eric Mattner

Häufig gestellte Fragen

Muss man alle Marketo-Programme migrieren?
Nein. Nur Programme mit weiterhin operativem oder rechtlichem Wert gehören in die Migration. Programme, die auf abgeschaltete Produkte, alte Preisstrukturen oder einmalige Kampagnen reagieren, werden archiviert oder gelöscht. Die Entscheidung läuft über das Migrate-Rebuild-Archive-Retire-Modell, nicht über die Frage, was sich technisch exportieren lässt.
Wie lange dauert eine Marketo-zu-HubSpot-Migration realistisch?
Das hängt von der Grösse der bestehenden Instanz, der Zahl der Integrationen und davon ab, wie viel Logik neu modelliert statt kopiert wird. Eine seriöse Zeitschätzung entsteht erst nach Bedarfsanalyse und Audit – pauschale Wochenangaben davor sind meist Marketing, kein Projektplan.
Bleibt Salesforce nach der Migration das führende Sales-System?
Ja, in den meisten Zielarchitekturen bleibt Salesforce das führende Sales- und Vertriebssystem. HubSpot übernimmt die Marketing-Execution und synchronisiert nur die Felder, die für Handover, Scoring und Reporting relevant sind – nicht das gesamte Salesforce-Datenmodell. Welches System welches Feld besitzt, wird vor dem Build festgelegt.
Was passiert mit alten Lead-Scoring-Regeln aus Marketo?
Sie werden in der Regel nicht kopiert, sondern neu modelliert. Statt eines einzelnen Scores trennt das neue Modell Engagement Score, Fit Score und Account Score – ergänzt um Score Decay, Recycling und Suppression. Alte Regeln dienen nur noch als Referenz, nicht als Vorlage für die HubSpot-Logik.
Reicht HubSpot Marketing Hub Professional für die meisten B2B-Teams?
Für viele B2B-Teams reicht Professional aus. Enterprise wird relevant, sobald Custom Objects, Sandboxes, mehrere Business Units oder eine deutlich höhere Zahl an Marketing Contacts gebraucht werden. Die Entscheidung sollte aus dem tatsächlichen Bedarf folgen, nicht aus der Annahme, dass eine komplexe Marketo-Instanz automatisch Enterprise voraussetzt.
Wie vermeidet man, dass alte Marketo-Komplexität in HubSpot übernommen wird?
Indem jede Information einzeln bewertet wird, bevor sie migriert – nicht danach. Ein Audit über Assets, Datenmodell, Integrationen und historische Aktivitäten macht sichtbar, was noch Geschäftswert erzeugt. Alles ohne diesen Nachweis wird archiviert oder gelöscht, statt automatisch mit umzuziehen – genau das leistet das Migrate-Rebuild-Archive-Retire-Modell.
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